18. Dezember 2018
 

News

Markus Frick – Börsenguru wegen Marktmanipulation zu Haftstrafe verurteilt!

Hamburg, 25.02.2014 - Markus Frick wurde vom Landgericht Frankfurt wegen Marktmanipulation von Aktienkursen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt (nicht rechtskräftig). Das Landgericht sah es hierbei als erwiesen an, dass Herr Frick von Auftraggebern eine Barzahlung in Höhe von 1,9 Millionen erhielt, um die Kurse von drei unterschiedlichen Aktientitel in seiner Emailhotline im Mai 2012 in die Höhe zu treiben. Bei den drei Aktienwerten handelt es sich um die relativ unbekannten Firmen LetsBuyit.com, Venatus und Autev.

Dadurch konnten diese Auftraggeber die o.g. Aktienwerte überteuert in den Markt bringen. Diesen Umstand hat Herr Frick rund dreitausend Abonnenten seines Börsenbriefs verschwiegen. Markus Frick ist ein Wiederholungstäter, denn er ist wegen einem ähnlich gelagerten Fall bereits einschlägig vorbetraft. Das Berliner Strafgericht hatte ihn im Jahr 2011 rechtskräftig wegen Marktmanipulation zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, deren Vollstreckung für die Dauer von drei Jahren zur Bewährung ausgesetzt worden ist.  

Im Raum stand in dem Verfahren vor dem Landgericht Frankfurt zudem ein bandenmäßiger schwerer Betrug der Anleger durch Herrn Frick. Hierbei hätte Herrn Frick eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren gedroht. Diesen Punkt hatte die Staatsanwaltschaft allerdings fallen gelassen. Es fehlte hierfür u.a. der Nachweis, an wen auf der anderen Seite diese Verluste der Anleger als illegaler Gewinn zugeflossen ist. Die eigentlichen Hintermänner konnten bisher nicht ermittelt werden.

„Herr Frick hat nach unserer Ansicht die dreitauend betroffenen Anleger in erheblicher Weise getäuscht“, so Rechtsanwalt Andreas Köpke von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei BGKS Gröpper Köpke Rechtsanwälte, „dadurch bestehen unser Erachtens grundsätzlich Schadensersatzansprüche dieser Anleger gegen Herrn Frick, sofern sie durch diese Täuschung Geld verloren haben“.

Betroffene Anleger sollten deshalb umgehend einen auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt zu Rate ziehen und alle Möglichkeiten prüfen lassen.

Staatsanwaltschaft klagt an. Markus Frick drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Hamburg, 22.07.2013. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Anlage gegen den selbsternannten Börsenguru Markus Frick erhoben. Die Ermittlungsbehörden werfen ihm und zwei Komplizen vor, Anleger über die Versendung des Börsenbriefs Deutscher Aktiendienst gezielt betrogen zu haben. Obwohl die Beschuldigten behaupten, dass sie für den Börsenbrief nicht verantwortlich gewesen sind, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der im Impressum des Deutschen Aktiendiensts ausgewiesen Chefredakteur erfunden worden sein soll und tatsächlich Frick mt seinen Komplizen hinter der Sache steht.

Die Empfänger des Börsenbriefes sollten ein Musterdepot nachbilden. Die Angeklagten sollen vorgegeben haben, dass sie die Aktien in den nächsten Tagen selber für das Musterdepot kaufen würden und über die gesteigerte Nachfrage der Preis der Aktien dann steigen würde. Er hatte die Aktien der letsbuyit, Autev und Venatus Interactive als unterbewertet bezeichnet. Der Börsenbrief soll beispielsweise mit 120 Prozent Kurssteigerung für die Aktie Autev geworben haben.

Die Masche ähnelt der Email-Hotline des Mitangeklagten Markus Frick, meint der GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Andreas Köpke, der sich mit den Frick-Fällen seit 2008 intensiv beschäftigt und schon sehr vielen Betroffenen helfen konnte.In den Zusammenhang hatte ihn das Landgericht Berlin 2011 wegen Marktmanipulation zu einer empfindlichen Bewährungsstrafe verurteilt.

Viele Anleger sind den Empfehlungen gefolgt und haben fast alles verloren.

Markus Frick sitzt in Untersuchungshaft. Der selbsternannte Börsenguru soll Anleger betrogen und wieder den Markt manipuliert haben.

Hamburg, 21.01.2013. Und täglich grüßt das Murmeltier. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schweren Betrugs und wirft dem selbsternannten Börsenguru Markus Frick Marktmanipulationen vor. Die betroffenen Anleger sollen nach Angabe der Staatsanwaltschaft dadurch € 5 Mio. verloren haben.

Nicht zum ersten Mal. 2011 wurde der Bäckergeselle von einem Berliner Strafgericht wegen Marktmanipulationen verurteilt und zu einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Die Strafe wurde damals zur Bewährung ausgesetzt.

Rechtsanwalt Andreas Köpke von der den auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälten meint. „Ein Fehler. Wenn man der Frankfurter Staatsanwaltschaft glaubt.“ Die geht nämlich davon aus, dass er diesmal mit einem Komplizen Anlegern wieder über einen Börsenbrief Aktien zum Kauf empfohlen hat, die er bereits im Depot hatte, die Kurse durch die gesteigerte Nachfrage durch die Tipps nach oben katapultiert hat und im Anschluss daran mit Gewinn verkauft hat. Das wäre Scalping. Ein schwerer Vorwurf. „Und wenn sich das bestätigen sollte, dürfte der Mann mit der Vorgeschichte endgültig aus dem Verkehr gezogen werden und der Kapitalmarkt in Deutschland sicherer werden“, findet GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Köpke. Jetzt sitzt Herr Frick. In Untersuchungshaft. Der Richter ging davon aus, dass ein Haftgrund vorliegt.

Für die Betroffenen ganz wichtig. Die Geschädigten sollten die Lage nutzen und Schadensersatzansprüche geltend machen. Und in vielen Fällen bekommen die Betroffenen zumindest einen Teil des Geldes zurück. GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwalt Köpke meint: „Markus Frick hat sich mittlerweile nach eigenen Angaben in weit über 100 hundert Fällen mit Geschädigten verglichen und mehrere Millionen gezahlt. Das sind millionen Gründe, um gegen den Börsenguru vorzugehen.“

Hamburg, 20.08.2013. Nachtrag. Nach der Angabe des Rechanwalts von Herrn Frick sollen die betroffenen Anlager "nur" € 625.000,00 verloren haben. Hierbei beruft sich der Anwalt auf die Anklageschrift.

Markus Frick: Noch ist nichts verjährt!

Hamburg, 10.08.2011. Der selbsternannte Börsenguru Markus Frick ist von dem Berliner Strafgericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Ein zivilrechtliches Vorgehen gehen Herrn Frick ist nach unserer Meinung weiterhin möglich.

Tausende von betroffenen Anlegern haben im Jahr 2007 bei den dramatischen Kurseinbrüchen der Aktien der Unternehmen Star Energy, Stargold Mines und Russoil fast ihr gesamtes investiertes Geld verloren. Viele haben jetzt die Sorge, dass ihre Ansprüche bereits verjährt sind. Allerdings sind die Sorgen der Betroffenen unbegründet.

Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger Anlegerschutzkanzlei (BGKS) Gröpper Köpke: “Die Schäden bei den Betroffenen Anlegern sind zwar bereits im Jahr 2007 eingetreten, allerdings beginnt die Verjährungsfrist nach § 199 Abs. 1 BGB erst dann zu laufen, wenn sie von den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt haben.“

Vor der Verurteilung Frick's durch das Berliner Strafgericht hielten die meisten Betroffenen die dramatischen Kursverluste für einen Schicksalsschlag. Markus Frick selbst machte unter anderem Broker und Banken für die Kursverluste verantwortlich und schwieg zu den wahren Hintergründen der Kursverluste. Die meisten Markus Frick-Geschädigten haben daher erst frühestens im Jahr 2011 mit der Verurteilung des Börsengurus vom wirklichen Hintergrund ihrer Aktienverluste erfahren. Allerdings wurde bereits ab 2008 verstärkt über die Sache berichtet, gerade im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft. Falls ein Gericht wider Erwarten zu dem Ergebnis kommen sollte, dass diese Informationen ausreichen, um die Kenntnis im Sinne des § 199 BGB zu konstruieren, müsste spätestens bis Ende 2011 Klage erhoben werden.

Geschädigte sollten daher dringend ihre Ansprüche von einem auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalt überprüfen lassen.

Hier geht es zum Kontaktformular der Schutzgemeinschaft.

Markus Frick wird wegen Marktmanipulation verurteilt. Die Haftstrafe wird zur Bewährung ausgesetzt.

Hamburg, 28.04.2011. Die 19. Große Strafkammer des Landgerichts Berlin hat den Herrn Markus Frick wegen Marktmanipulationen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, deren Vollstreckung für die Dauer von drei Jahren zur Bewährung ausgesetzt worden ist. An den Staat verfallen zudem € 42 Mio. aus dem Depot der SI Finanz aus Mauritius. Das Urteil ist rechtskräftig; weder die Staatsanwaltschaft noch der Verteidiger von Herrn Frick haben Rechtsmittel eingelegt .

Nach den Feststellungen der 19. Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin hat Herr Frick zwischen September 2005 und Juni 2007 in seinen per E-Mail vertriebenen Börsenbriefen Aktien empfohlen, ohne seine eigenen wirtschaftlichen Interessen an der Kursentwicklung dieser Wertpapiere offenzulegen.  Es sei ihm darauf angekommen, dass die empfohlenen Wertpapiere aufgrund seiner Empfehlungen im Kurs steigen, um sie dann selbst  gewinnbringend veräußern zu können.

Herr Frick selbst hatte sich in dem Prozess bei den betroffenen Anlegern entschuldigt und eingeräumt sein „mittelbares Interesse“ an den von ihm empfohlenen Aktien nicht offengelegt zu haben. Herr Frick hatte nach seinen eigenen Aussagen versucht, die Schäden der Betroffenen auszugleichen. Er habe vielen Anlegern Vergleichszahlungen geleistet und hierbei insgesamt € 4,6 Mio. gezahlt.

Herr Frick kündigte an, dass er auch in weiteren Fällen Entschädigungen an die Betroffenen leisten werde. Daraufhin verzichtete das Strafgericht darauf, sein gesamtes Privatvermögen abzuschöpfen.

Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger Anlegerschutzkanzlei (BGKS) Gröpper Köpke: “ Wir sehen damit unsere Ansicht, dass Herr Frick letztendlich wertlose Börsenmäntel auch aus eigenem Interesse empfohlen hatte, als bestätigt an.“ Anleger sollten daher dringend ihre Ansprüche gegen Herrn Frick von einem auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalt überprüfen lassen.

Hier geht es zum Kontaktformular der Schutzgemeinschaft.

Markus Frick - Der selbsternannte Börsenguru gibt Fehler zu und entschuldigt sich bei den Anlegern

Hamburg, 04.03.2011. Erster Paukenschlag beim Prozessauftakt vor dem Berliner Landgericht, wo das Verfahren gegen Herrn Frick wegen strafbarer Marktmanipulationen läuft. Herr Frick räumt ein, dass er unter anderen bei den Aktien der Unternehmen Star Energy, Stargold Mines und Russoil schlecht recherchiert und sein mittelbares Interesse an den Aktien nicht offen gelegt habe. „Es tue ihm leid“ führte Herr Frick vor dem Landgericht aus.

Die gegen Herrn Frick vorgetragene Anklageschrift umfasst 335 Seiten. Unter anderem wird Herrn Frick darin vorgeworfen, dass er wertlose Aktien empfohlen habe, die er selbst über eine Treuhandfirma besaß und die er mit hohen Gewinnen verkaufen konnte, bevor der Wert der Aktien auf nahezu null abstürzte.

Obwohl Herr Frick Fehler bei der Recherche zu den Aktien vorgibt, beteuert er, dass er von der Wert- und Substanzlosigkeit der Aktien zum Zeitpunkt der Empfehlungen nichts gewusst habe. Er sei selbst von Hintermännern getäuscht worden. Bei seinen Empfehlungen habe er zudem auf seine Aktien in seinem persönlichen Depot verwiesen. Bei den Aktien, die für ihn verwaltet wurden, habe er keinen Hinweis für nötig gehalten, da diese ihm nicht zuzurechnen seien.    

Für die geschädigten Anleger bedeutet das Geständnis einen Silberstreif am Horizont. Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger Anlegerschutzkanzlei (BGKS) Gröpper Köpke: “ Es steht meines Erachtens nunmehr fest, dass es sich bei den drei von Herrn Frick empfohlenen Unternehmen Star Energy, Stargold Mines und Russoil um wertlose Börsenmäntel handelt.“

„Die Behauptungen des Herrn Frick, dass er nicht über die Wert- und Substanzlosigkeit der Aktien wusste, halte ich für nur wenig vorstellbar und seine Ansicht, dass er über für ihn verwaltenden Aktien der von ihm empfohlenen Unternehmen nicht aufklären muss, ist auf jeden Fall für falsch“, so Rechtsanwalt Andreas Köpke weiter. Anleger sollten daher dringend ihre Ansprüche von einem auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalt überprüfen lassen.

Hier geht es zum Kontaktformular der Schutzgemeinschaft.

Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen den selbst ernannten Börsenguru Markus Frick

Hamburg, 19.08.2009. Nach langer Ermittlungszeit hat die Berliner Staatsanwaltschaft nun endlich Anklage gegen Herrn Markus Frick vor der Wirtschaftskammer des Landgerichts Berlins wegen des Verdachts strafbarer Marktmanipulation erhoben.

Herr Rechtsanwalt Andreas Köpke von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger Anlegerschutzkanzlei (BGKS) Gröpper Köpke: „Das ist eine gute Nachricht. Viele betroffene Anleger hatten aufgrund der langen Ermittlungszeit schon befürchtet, dass die Untersuchungen gegen Herrn Frick ins Leere laufen würden. Jetzt besteht die begründete Hoffnung, dass die Sache im Rahmen des Strafverfahrens weiter aufgeklärt wird.“

Nach der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft soll Herr Frick in insgesamt 49 Fällen Aktien empfohlen haben, ohne die Anleger über seine eigenen wirtschaftlichen Interessen an den Aktienkursentwicklungen zu informiert zu haben. Ihm wird vorgeworfen, die von ihm empfohlenen Aktien zuvor in großen Mengen über eine mauritische Tochtergesellschaft erworben zu haben. Nachdem es durch seine Empfehlungen zu Kursteigerungen kam, wurden die Aktien dann mit Gewinn veräußert.

Nach der Meinung der Staatsanwaltschaft hat sich in 23 Fällen die Manipulation auf die Unternehmen Star Energy Corp, StarGold Mines Inc. sowie Russoil Corp. bezogen. Bei diesen drei scheinbar wertlosen Mantelunternehmen sollen durch gesondert verfolgte Hintermänner die vorherigen Namen und Geschäftsfelder so verändert worden sein, dass sie sich nach außen hin als klangvolle Unternehmen darstellen, die sich mit dem Abbau von Bodenschätzen in Russland zu beschäftigen scheinen. Die Aktienbestände der drei Unternehmen wurden danach insgesamt auf mehrere Millionen Stück erhöht, wodurch der Wert der Aktien nur noch im Tausendstel- bzw. Zehntausendstelbereich (!) eines US-Dollars lag.

In der Person Frick soll nach der umfangreichen Erhöhung der Aktienbestände dann der gefunden worden sein, um die Aktien des Unternehmens bekannt zu machen und durch die Konstruktion einer Nachfrage  zu verteuern. Während der Empfehlungen von Herrn Frick stieg der Wert der Aktien der drei Mantelunternehmen zeitweise auf € 3,08 (Star Energy), € 5,34, (StarGold) und € 1,16 (Russoil), bevor der Wert der Aktien dann nach dramatischen Verlusten auf nahezu null fiel.

Herr Frick hat im Ermittlungsverfahren ausgesagt, dass ihm erst nach dem Einbruch der Aktien der Russoil Corp. klar geworden ist, dass er missbraucht worden sei. Er habe nicht erkannt, dass die ihm übermittelten Unternehmensnachrichten der drei Mantelunternehmen unrichtig gewesen sind. 

„Wir sehen unsere Argumentation, dass Herr Frick über die Emailhotline wertlose Börsenmäntel empfohlen hatte, damit als bestätigt an“, so Rechtsanwalt Andreas Köpke. Betroffene Anleger sollten deshalb umgehend einen auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt zu Rate ziehen und alle Möglichkeiten prüfen lassen.

„Dass Herr Markus Frick wirklich nichts von dem Hintergrund der drei Mantelunternehmen gewusst hatte, halten wir für sehr unwahrscheinlich“, so abschließend Rechtsanwalt Andreas Köpke weiter: „Es bleibt insofern abzuwarten, was in dem laufenden Verfahren weiter festgestellt wird.“

Hier geht es zum Kontaktformular der Schutzgemeinschaft.

Markus Frick: Verbotene Spekulationen mit den Russenaktien von Russoil, Stargold und Starenergy?

Hamburg, 08.02.2008. Der vermeintliche Börsen-Guru Markus Frick könnte nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft tausende von Anlegern um mehr als € 100 Mio. gebracht haben. Er soll die Abonnenten seines Börsenbriefs Email-Hotline durch Insider-Geschäfte übervorteilt haben, indem er an und für sich unattraktive Aktien über den Börsenbrief zum Kauf empfohlen und vorher selbst gekauft hat.

Dazu zählen vor allem die drei so genannten Russenaktien Russoil, Starenergy und Stargold. Markus Frick hatte Kontakt zu der Firma Bluewater Partners mit Sitz auf den Cayman Islands. Die hatte bereits Werbung für die Aktien gemacht. Gegenüber dem Spiegel räumte Frick ein, dass er die Blue Water-Verantwortlichen Igor Lipovetsky und Myron Gushlak im Herbst 2006 in seinem Berliner Büro getroffen hat. Dabei wurde ihm unter anderem das Unternehmen Star Energy vorgestellt. Wenig später empfahl er die Star Energy-Aktien über seine E-Mail-Hotline.   

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung liefen gegen Gushlak bereits Verfahren wegen Kursmanipulation. Dabei ging es um sogenannte Penny Stocks. Zudem hat die us-amerikansiche Börsenaufsicht SEC Gushlak ermittelt, weil er den Kurs der Rohstofffirma Quest Minerals & Mining (QMMG) unzulässig beeinflusst haben soll. Und bei QMMG arbeitete früher Silvestre Hutchinson, einer der Chefs bei dem von Frick gepushten Unternehmen Russoil. 

Die Süddeutsche Zeitung berichtete weiter, dass ein Kollege im Management von QMMG Marcus Segal war, der wiederum Manager von Star Energy und Stargold Mines war, also der beiden anderen verdächtigen Frick-Papiere. Und eine Gründerin der Promoting-Firma Bluewater Partners, deren Vertreter bei Frick zu Besuch waren, ist Margot Hutchinson, die Ehefrau von Silvestre Hutchinson, der Manager bei dem dritten Frick-Liebling Russoil ist.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Bäcker vor, dass er unter anderem die Aktien der drei Unternehmen ohne substantiierte Fakten in den Börsenbriefen verkauft habe, um aus den vorausgegangenen Eigenkäufen nach dem zu erwartenden Kurssprung durch die Investments von vielen anderen Anlegern hohe Gewinne auf Kosten der Börsenbrief-Abonnenten zu ziehen.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von der auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei (BGKS) Gröpper Köpke Rechtsanwälte: "Die Aussichten für Frick-geschädigte Aktienkäufer, das Geld zurück zu erhalten, sind nach unserer Meinung gut. Es gibt bereits eine gerichtliche Entscheidung gegen Markus Frick. Er wurde in dem Verfahren vor dem Landgericht Heidelberg zum Schadensersatz verurteilt, weil er die empfohlenen Aktientipps nicht selbst geprüft hat (nicht rechtskräftig). Dabei bezog sich das Landgericht auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshof aus dem Jahr 1978."

Hier geht es zum Kontaktformular.

Berliner Staatsanwaltschaft friert im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Markus Frick € 80 Mio. ein

Hamburg, 04.09.2008. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit dem Strafverfahren gegen den Börsencoach Markus Frick bei Beteiligten € 80 Mio. arrestiert. Der Sprecher der Ermittlungsbehörde sagte, dass dadurch die Gewinne aus den mutmaßlichen Kursmanipulationen abgeschöpft und gesichert werden sollen.

Rechtsanwalt Matthias Gröpper von denHamburger Anlegeranwälten (BGKS) Gröpper Köpke: "Das sind für alle Betroffenen sehr gute Nachrichten. Wenn Markus Frick in dem Strafverfahren rechtskräftig verurteilt wird, wird das Geld voraussichtlich vor allem den Geschädigten zugute kommen."

Allerdings müssen die Geschädigten daran mitwirken. (BGKS) Gröpper Köpke-Rechtsanwalt Andreas Köpke: "Sie werden wegen § 111 g StPO voraussichtlich einen Titel gegen Markus Frick haben müssen. Deshalb raten wir allen Betroffenen, die Ansprüche durch einen auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt möglichst schnell geltend zu machen. Denn wenn die Staatsanwaltschaft das Geld verteilen wird, wird höchstwahrscheinlich das Prioritätsprinzip gelten. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst."